MB Printmedien – Radler-Karten

MB Printmedien

Mehr durch Zufall lernte ich im vergangenen Jahr (2012) jemanden kennen, der sein Leben dem Erstellen von Radwegekarten verschrieben hat – mit Leib, Seele und einem sehr gesunden Enthusiasmus reist dieser Mensch seit etwa 20 Jahren (!) durch ganz Deutschland und wirbt gastronomische Einrichtungen (Hotels, Gaststätten, Pensionen, Restaurants etc.) für seine Projekte …

Die schönsten Regionen Deutschlands …

Seine Radwegekarte von der wunderschönen Ferieninsel Rügen* war die Erste, welche er mir vorstellte – und ich muss zugeben, dass ich schon beeindruckt war … sehe ich als Grafiker doch am ehesten die Arbeit, welche in diesem Werk steckt! Sehr detailliert, schön gezeichnet und vor allem stimmig – ein ambitionierter Radfahrer wird mit diesen Karten sicher immer und immer sicher zum Ziel kommen!

Anzeigenwerbung

Die Karte der Insel Rügen, sowie auch alle anderen Radwegekarten aus dem Hause „MB Printmedien“ (u. a. Hohenlohekreis, Berlin, Kreis Miltenberg, Brandenburg etc.) finanzieren sich durch die Werbung der Hoteliers, Pensionsbesitzer und Gastronome – grundsätzlich durch persönlichen Kontakt vor Ort generiert, werden auch die Anzeigen auch von „MB Printmedien“ gestaltet, sofern keine eigenen vorhanden sind. In den meisten Fällen entsteht auf diese Weise ein „Gesamtkunstwerk“, mit dem das Radfahren noch mehr Freude bereiten kann, denn es sind außer den gastronomischen Einrichtungen selbstverständlich auch alle Sehenswürdigkeiten (Kirchen, Schlösser, Museen etc.) auf der Karte verzeichnet! Weiterhin gibt es Informationen über die Gegebenheiten der größeren Städte – alles in allem endlich mal etwas, das zwar Geld kostet, aber dafür auch sehr „brauchbar“ ist …

Hohenlohekreis …

Im September letzten Jahres wurde ich gefragt, ob ich mir diese „Geschichte“ mal näher ansehen wolle … Da ich auf so etwas immer neugierig bin, sagte ich Herrn Uriel zu, mit ihm durch den Hohenlohekreis zu fahren, um seine dortigen Radwegekarten zu verlängern – die Anzeigenpreise gelten immer für 2 Jahre, so dass die „alten“ Inserenten Gelegenheit bekommen, weiterhin in der Karte vertreten zu sein – bei frei gewordenen Plätzen werden neue Kunden geworben. In diesem Fall (Hohenlohekreis) kamen nur ein paar Neukunden hinzu! Niemand war unzufrieden – wir wurden überall freundlich begrüßt und das „Verlängern“ der Anzeige dauerte meist nur ein paar Minuten – das persönliche Gespräch danach bis zu einer Stunde … Zwei/drei Betriebe wollten schließen (z. B. aus Altersgründen) – ein Restaurant war „pleite“. Ansonsten waren allesamt wieder dabei!

Für mich war es etwas vollkommen Neues, mal aus dem Büro zu kommen – eine sehr willkommene Abwechslung also! Man lernte neue Menschen- und teilweise deren Schicksale kennen … der Gesprächsstoff ging uns auf den teilweise langen Fahrwegen irgendwie nie aus! So kam es dazu, dass Herr Uriel mich fragte, ob ich mir vorstellen könne, diesen Job mit ihm gemeinsam zu machen … denn schon im vergangenen Jahr war er von der Tatsache sehr angetan, dass ich für einer seiner Klienten (eine Pizzeria hier bei uns in Amorbach) eine Anzeige gestalten sollte und dies innerhalb von einer halben Stunde erledigt war – normalerweise musste er wohl deutlich länger auf die Korrekturfahnen warten?!

Da ich in den letzten Jahren wieder vermehrt Internet-Präsenzen erstelle, kam mir diese neue „Verbindung“ nicht wirklich ungelegen, denn … das Klientel der Firma MB Printmedien ist riesig und hat teilweise grauenvolle Internetseiten! So konnte Herr Uriel sein Angebot in Bezug auf das Internet erweitern und ich musste nicht mehr diese (für mich) lästige Aquise betreiben (habe ich im Übrigen nie richtig betrieben …)!

Radler-Karten

Ein sprechender Name musste her – „MB Printmedien“ ist zwar ganz in Ordnung, sagt aber m. E. nicht aus, um was es geht! Nach kurzen Überlegungen kamen wir auf den Namen für diese Projekte – die Domain war noch zu haben und so wurde kurzerhand beschlossen, eine nette Präsenz eigens für die Radler-Karten zu erstellen. Ein weiterer Vorteil für das Klientel sind u. a. die Links zu deren Internetseiten – wer sich ein wenig auskennt, weiß, wie wichtig jeder sog. „Backlink“ ist! So gingen wir dazu über, die ganze Karte (also Kartenvorder- und Rückseite) „interaktiv“ ins Netz zu stellen – beim „Überfliegen“mit der Maus öffnet sich die jeweilige Anzeige und ein Klick bringt den interessierten Besucher zur Präsenz des Kunden … so kann sich Herr Meier aus Hamburg schon im Vorfeld ein Bild über das Hotel, die Pension etc. machen, welches entlang seiner Radroute liegt!

Artikel in diversen Portalen …

Einige Gastronomiebetreiber haben schon eingesehen, dass ein Artikel über ihr Haus im Internet weitaus mehr “bringt“, als eine meist‘ teure Anzeige im lokalen „Käseblättchen“ – Letztere findet kaum Beachtung und ist exakt einen Tag „gültig“ (wer hebt schon eine Zeitung auf?!)! Ein guter Artikel jedoch, welcher zudem noch schön bebildert ist und vor allem suchmaschinenoptimiert verfasst wurde, bleibt so lange „online“, wie das Internet existiert … zudem ist es sehr hilfreich in Bezug auf das „nach-VORNE-rutschen“ der Kundensteite! Hier ein paar Euro mehr zu investieren, ist grundsätzlich nicht verkehrt! Dazu aber an anderer Stelle mehr …

Wertheim – Marktheidenfeld – Lohr – Gemünden …

Am 2. Januar war es dann soweit – das Gebiet von Wertheim bis Gemünden entlang des Mains wurde auserkoren, mit der neuen Radler-Karte „beglückt“ zu werden … Das Gebiet wurde „abgesteckt“ – Wegstrecken festgelegt und gleich am ersten Tag schon zeigten sich viele (Neu-)Kunden begeistert von dieser Idee! Um geeignete gastronomische Einrichtungen für den Radler zu finden, ist ein hoher Zeitaufwand von Nöten, denn es ist nicht alles Gold, was da im Internet glänzt … von daher sehe ich es als unabdingbar, die Lokale/Restaurants/Hotels etc. persönlich in Augenschein zu nehmen und sich nicht nur auf das verlassen, was man irgendwo sieht oder liest! Auch „Restaurant-Kritik“ und ähnliche Portale fließen in unsere Entscheidung ein, ob das eine- oder andere Geschäft für die Karte in Frage kommt! Letztendlich ist eine Anzeige in der Radler-Karte zwar „käuflich“, aber wir sind uns einig, dass alles zueinander passen muss! Nicht selten habe ich erlebt, dass eine gastronomische Einrichtung im Netz und/oder Printmedien als „Hochwertig“ angepriesen wurde – und wenn man dann vor einer „Bruchbude“ steht … Schade um die Zeit und den Fahrweg!!

Die Verteilung der Karten

Was ich bis dahin noch nicht wusste: Die touristischen Einrichtungen der größeren Städte sind überaus erfreut, sich mit Bild & Text beteiligen zu können – und in den meisten Fällen wird auch eine (kostengünstige) Anzeige geschaltet, da die Verteilung der Radler-Karten u. a. eben durch die Tourist-Information-Büros geschieht! Auch jeder Kunde erhält bis zu 100 Karten gratis – weitere auf Anfrage, gegen Porto- und Versandkosten … und dies alles zu wahrlich moderaten Preisen!

Rad- und Wanderkarte …

In gewissen Gegenden fielen uns vermehrt Hinweise auf Wanderwege auf – so beschlossen wir, etwas SO noch nicht da gewesenes zu schaffen: Eine Rad- UND Wanderkarte mit integrierten Hinweisen auf Gastronomie und Sehenswürdigkeiten! Was es für ein Aufwand ist, alle Wanderwege zu finden und zu prüfen, ob sie auch wirklich existieren … gut, dass es das Internet gibt! Obwohl man diesen Informationen auch nicht immer Glauben schenken sollte …aber ich denke, zu über 90 % liegen wir im „grünen Bereich“! Außerdem erheben wir keinen Anspruch auf absolute, 100%ige Stimmigkeit – und dies wäre auch gar nicht möglich …

Aufgabenverteilung …

Klar wurde von Anfang an definiert, wer welche Aufgaben übernimmt – Herr Uriel mit seinem seriösen Auftreten (was nicht heißen soll, meines wäre unseriös …) als Aquisiteur für Anzeigen & Artikel sowie Internet-Präsenzen, und meine Wenigkeit zuständig für den „Rest“ – das Zeichnen der Karten, die Anzeigengestaltung und das Gestalten und Erstellen der „WebSeiten“ … Das dies mal in Stress ausarten könnte, hätte ich nie gedacht – allein das Zeichnen einer solchen Karte nimmt bis zu 100 Stunden in Anspruch – und die Anzeigen entstehen auch nicht im „Fließbandtempo“!

So fahren wir nun seit dem 2. Januar tagein/tagaus quer durch’s Land – und ich bin begeistert, was für schöne Fleckchen es in Deutschland gibt! Das bekommt man ja im „Normalfall“ nie zu Gesicht …

Der ersten Karte schloss sich nahtlost die Zweite an:

Liebliches Taubertal

Der erste Tag im „neuen“ Gebiet war alles andere als „prickelnd“ – dummerweise hatten wir beschlossen, in Rothenburg zu beginnen – dort hielten es viele Gastronomen nicht für wichtig, sich in unserer Rad- und Wanderkarte zu „verewigen“ … im Gegensatz zu einem äußerst imposanten Hotel („Altes Brauhaus“) – hier wurden wir nicht nur sehr freundlich empfangen, sondern man freute sich augenscheinlich über eine solche Möglichkeit der Werbung!

Nach der ersten Woche wollten wir es schon fast aufgeben und uns einem anderen Gebiet widmen, aber die „Wende“ kam mit dem besseren Wetter! Kaum schien die Sonne ein wenig, verwandelte sich das „Einheitsgrau“ des ewig anmutenden Winters in diesem Augenblick in ein wahrlich „liebliches Taubertal“! Und somit wandelte sich auch das Gemüt der von uns besuchten Menschen von „kein Interesse“ merklich in Richtung „kommen Sie doch hinein!“ …

Auch die Taubertal-Karte ist inzwischen fertiggestellt – deutlich detaillierter und auch grafisch schon sehr viel ausgefeilter …

Naturpark Spessart …

… heißt unser neuestes Projekt. Hier ist es auf Anhieb sehr gut angelaufen – man hat das Gefühl, die (Neu-)Kunden haben alle schon auf so etwas gewartet! Kaum jemand, der „abwinkt“ – und die „Altkunden“ von der Wertheim/Gemünden-Karte sind zum großen Teil auch wieder dabei – das Gebiet überschneidet sich teilweise im Bereich Lohr/Gemünden …

So kann es gerne weitergehen – ich muss gestehen: Unglücklich bin ich mit dieser Art von Arbeit ganz sicher nicht! Mal aus dem Büro zu kommen … ist etwas, dass ich nicht mehr missen möchte!!